Der US-amerikanische Thriller „Saw“ gilt als einer der kommerziell erfolgreichsten Horrorfilme der letzten Jahre. Der Streifen von Regisseur James Wan wurde im Januar 2004 zum ersten Mal auf dem Sundance Film Festival vorgestellt. Ab Februar 2005 war „Saw“ in den deutschen Kinos zusehen und hatte fast eine halbe Millionen deutsche Kinozuschauer. Gedreht mit einen Budget von gerade einmal 1,2 Millionen US-Dollar (was für amerikanische Verhältnisse relativ wenig ist) spielte der Film weltweit mehr als 102 Millionen US-Dollar ein.
“Das Spiel beginnt“
Zwei Personen wachen in einem schmutzigen gekachelten Badezimmer auf. Sie sind an gegenüberliegenden Seiten des Raumes jeweils an Rohre gefesselt, in der Zimmermitte liegt eine entstellte Leiche. Nach einiger Zeit erfährt der Zuschauer, dass die beiden sich in der Gewalt des psychopathischen Serienmörders Jigsaw befinden. Jigsaw spielt mit seinen Opfern ein Spiel: Sie können ihren eigenen Tod nur verhindern, indem sie sich selbst oder den anderen verletzen.
Mit Saw ist dem Regisseur Wan ein Horrorthriller gelungen, der unter anderem aufgrund vereinzelter Splatter-Einlagen als Reminiszenz einiger Genre-Klassiker angesehen werden kann. Die sadistischen Handlungen des perversen Serienkillers werden dabei von Wan nicht offen gezeigt. Zum größten Teil entsteht der Schrecken im Kopf des Zuschauers. Harte gewalttätige Handlungen werden, anders als in blutrünstigen Splatter-Movies, lediglich angedeutet.
Aufgrund seines düsteren Looks erinnert „Saw“ an vielen Stellen an David Finchers erfolgreichen Thriller „Seven“ (dt. „Sieben“). Mit „Saw“ zeigt James Wan auf eindrucksvolle Weise, dass sich auch aus geringen finanziellen Mitteln aufregendes und erfolgreiches Horrorkino produzieren lässt.
Seit 2005 wird jedes Jahr eine Fortsetzung produziert. In den USA starten die Filme jedes Jahr am Freitag vor Halloween in den Kinos, in Deutschland im Dezember. Derzeit wird der bereits siebente Teil der erfolgreichen Filmreihe produziert.