„Rammbock“ – ein Zombiefilm aus Deutschland

So manch einer mag kaum glauben, dass mit dem 1922 erschienen „Nosferatu“ von Friedrich Wilhelm Murnau einer der ersten Horrorfilme aus Deutschland stammt. Ihm folgten jedoch nur wenige einheimische Horror-Produktionen, die zu weitreichender Bekanntheit gelangten. Nun gelangt mit „Rammbock“ nach langer Zeit wieder ein deutscher Horrorfilm in die Lichtspielhäuser. Auch wenn der Titel ein wenig an Christian Züberts Kiffer-Komödie „Lammbock“ erinnert – „Rammbock“ ist ein waschechter Zombiestreifen.

Erfolgreiche Produktionen wie „28 Days later“ oder der spanische Erfolgs-Schocker „[Rec]“ haben gezeigt, dass man auch in Europa gut gemachte und erfolgreiche Horrorfilme produzieren kann. Nun macht sich ein mit Unterstützung des ZDF gedrehter Zombie-Film auf den Weg, um in diese Fußstapfen zu treten. Dabei ist er gespickt mit zahlreichen Verweisen zu bekannten Genre-Klassikern, deren Motive er immer mal wieder aufgreift.

Handlung

Der Film handelt von dem Österreicher Michael, der in Berlin seine Ex-Freundin besuchen möchte. In deren Wohnhaus trifft er jedoch lediglich auf eine Reihe aggressiver Zombies, woraufhin er sich mit dem Azubi eines Heizungsmonteurs in der Wohnung seiner Exfreundin verschanzt. Von dort aus beobachten die Protagonisten das allmähliche Voranschreiten der Zombie-Apokalypse. Durch ein Fenster zum Hof observieren die beiden (wie einst James Stewart in Alfred Hitchcocks gleichnahmigem Filmklassiker) was in den Wohnungen in der Nachbarschaft passiert. Der Zuschauer sieht dabei gewissermaßen aus der Perspektive der Hauptfiguren, wie immer mehr Nachbarn den Zombies zum Opfer fallen. Wie es in Zombiefilmen üblich ist, so gibt es auch in „Rammbock“ einige brutale Szenen, die Splatter-Fans erfreuen werden.

Die Tatsache, dass der Film nahezu ausschließlich in einem Mehrfamilienhaus spielt, erinnert stark an [Rec], doch „Rammbock“ versumpft nicht vollständig im Plagiat, auch wenn er viele altbekannte Themen und Motive aufgreift.

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